ÜBERWINTERUNG - TIPP

Zum Auspuff-Tipp


Überwinterung des Motorrades

 


Es soll ja nun wirklich Leute geben, die ihr Motorrad zum Winter hin abmelden und in die Garage stellen, bis draußen wieder Temperaturen um 20°C herrschen :-) Nun gut, aber auch beim "Überwintern" des Heißgeliebten Bikes gibt es einiges zu beachten. Wer das gute Stück im Herbst einfach mal so abstellt, um es dann irgendwann im Frühjahr wieder hervor zu holen, kann einige böse Überraschungen erleben: Batterie leer, Reifen platt, Motor springt nicht an, Roststellen,... etc. Das muss aber nicht sein wenn Ihr entsprechend vorsorgt. Das Bike sollte gründlich gereinigt werden, bevor Ihr es abstellt. Das erledigt Ihr am besten mit viel Wasser und  entsprechendem Reinigungsmittel, wie im Sommer auch. Last Motor und Auspuff abkühlen, bevor sie mit Reinigungsmitteln in Berührung kommen. Ihr solltet auch keinen Hochdruck-Dampfreiniger verwenden. Der starke, feine Strahl kann bis in die Lager eindringen und den dort vorhandenen, wichtigen Schmierstoff ausspülen! Ihr solltet alle Bowdenzüge, alle Lager und die Kette ölen, bzw. schmieren. Wann war denn der letzte Ölwechsel? Wenn die Hälfte des Intervalls überschritten ist, solltet Ihr neues Öl einfüllen. Neues Motoröl garantiert einen 100%igen Korrosionsschutz im Inneren des Motors. Evtl. Lackschäden und Roststellen sollten jetzt ausgebessert   werden. Bis zum  Frühjahr könnten sie sich sonst vergrößern. Lack-, Chrom- und Aluteile werden nun poliert. Überprüft den Reifendruck und erhöht ihn um 0,2bar gegenüber dem vorgeschriebenen Druck. Über  den Winter besteht die Gefahr, dass Ein- und Auslassventile Festrosten. Verhindern könnt Ihr dies, indem Ihr ein Konservierungsöl in die Brennräume spritzt. Dazu werden die Kerzen herausgeschraubt. Nach dem Einspritzen des Öls solltet Ihr den Motor einige Umdrehungen machen lassen, damit sich das Konservierungsmittel gut verteilen kann. Schraubt erst danach die Kerzen wieder ein. Habt Ihr einen Tank aus Stahlblech? Wenn ja, solltet Ihr ihn voll tanken.Damit verhindert Ihr, dass er von innen rostet. Abfallende Rostpartikel könnten für eine Verstopfung von Benzinhahn oder Vergaser sorgen. Aus den Schwimmerkammern des Vergasers solltet Ihr dagegen sämtlichen Sprit entfernen. Grund: Mit der Zeit verflüchtigt sich das Benzin, jedoch nicht ohne einen weißen, pulverigen Rückstand zu hinterlassen. Diese Ablagerungen können sehr hart werden und Düsen und Kanäle verstopfen. Im Frühjahr springt dann der Motor nicht an. Dann  bleibt nur noch die Möglichkeit, den Vergaser komplett zu zerlegen und in einer speziellen Reinigungsflüssigkeit zu "baden". Einen solchen Vergaserreiniger gibt es z.B. von YAMAHA. Die  Batterie solltet Ihr ausbauen und an einem trocken Ort lagern. Wenn es sich nicht um einemoderne, wartungsfreie Batterie handelt, überprüft den Flüssigkeitsstand und füllt evtl.  destilliertes Wasser nach. Gelegentliches Nachladen über den Winter ist für jede Batterie gut.Wenn Ihr dies alles erledigt habt, kann das Motorrad abgestellt werden. Dazu solltet Ihr es so aufbocken, dass die Reifen nicht mehr belastet werden. Abschließend wird das GESAMTE Bike mit  Pflegeöl eingesprüht (hier leistet auch BALLISTOL sehr gute Dienste) und mit einer Plane abgedeckt. Jetzt müsst Ihr nur noch auf das nächste Frühjahr warten, was hoffentlich nicht zu lange dauert. Wie Ihr Eurer Bike und Euch selbst dann für die Saison fit macht, erfahrt Ihr rechtzeitig an dieser Stelle.

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